Rechtsverletzende Websites & Onlineshops

Fälle des Online-Markenmissbrauchs erkennen und bekämpfen

Im Gegensatz zu Online-Marktplätzen, auf denen „nur“ gefälschte Produkte zum Kauf angeboten werden, können auf Webseiten und Onlineshops auch andere Fälle von Markenmissbrauch identifiziert werden:

Nachbau bzw. Imitation von Originalwebseiten der Markenhersteller

Hier suggeriert man dem Webseitenbesucher, dass er sich auf der echten Webseite der Marke befindet. Ziel der Betrüger ist zumeist das Phishing. Das heisst: Über Formulare oder den Checkoutprozess werden kritische persönliche Daten wie E-Mails, Passwörter oder Zahlungsinformationen abgegriffen.

Nutzung von Markendomains (Domainsquatting)

Bei dieser einfachen aber wirkungsvollen Variante registrieren und nutzen die Betrüger rechtswidrig eine Domain, die einen bekannten Markennamen enthält. Damit gaukelt er dem Nutzer eine Originalwebsite des Markenherstellers vor und nutzt dessen Bekanntheit und Reputation für sich aus.

Nutzung von Markenlogos

Auch hiermit versuchen die Betrüger den Nutzer zu täuschen. Oft wird das Logo um den Zusatz „autorisierter Händler“ ergänzt. Für den Endverbraucher ist es kaum möglich, diese Aussagen zu überprüfen.

Verkauf von Plagiaten

In diesem Fall wird nicht die komplette Website nachgebaut, sondern der Betreiber tritt als Händler auf. In seinem Shop verkauft er meist diverse Markenartikel und mischt auch Produktfälschungen hierunter.

Monitoring von Websites & Shops zur Bekämpfung des Markenmissbrauchs

In einem laufenden Monitoring überwacht EBRAND Services bestehende und neu erscheinende Webseiten und Onlineshops – rund um die Uhr, weltweit. So können wir alle o.g. Fälle von Markenmissbrauch identifizieren und gezielt dagegen vorgehen.

Im Zuge der Überwachung sammeln und werten wir eine Vielzahl an Informationen aus. Zusammen ergeben sie ein umfassendes Bild. Dies erlaubt uns die Beurteilung, ob eine Markenrechtsverletzung vorliegt und liefert uns notwendige Daten zur Verfolgung der betrügerischen Webseiteninhaber.

WHOIS Informationen

Registrant, Registrar, Registrierungsdatum

Technische Informationen

MX-Records geben Aufschluss, ob für die Domain aktiv E-Mail Kommunikation genutzt wird; Nameserver informieren über den Registrar sowie IP-Adressen und zeigen den Hosting-Standort an

Kontaktdaten

Alle verfügbaren Kontaktdetails werden identifiziert und gespeichert

Screenshots

Zeigen den historischen Inhalt der Seite bzw. das missbräuchliche Angebot von Shops

Traffic und Suchvolumen der Webseite

Seiten mit viel Traffic und einer hohen Sichtbarkeit im Internet werden priorisiert behandelt

Zusammen mit dem Clustering der Verkäuferinformationen ergibt sich ein spezifischer digitaler Fußabdruck. Er hilft, Informationen auch von anderen Vertriebskanälen zu bündeln. Im Ergebnis erfahren wir, wo und auf welchen Kanälen die Verkäufer ihre Waren anbieten. Zugleich wird somit Datenredundanz verhindert. Der Verkäufer erscheint im System nur einmal – mit all seinen Aktivitäten.

Mehrstufiges Vorgehen gegen Produktpiraterie

Auf Online Marktplätzen kann man definierte Prozesse der Betreiber nutzen, um Markenmissbrauch zu identifizieren und entsprechende Listungen zu löschen. Bei Webseiten und Onlineshops ist zumeist ein mehrstufiges Vorgehen erforderlich.

Falls die Daten des Domaininhabers ermittelt werden können, schreibt EBRAND Services im Kundenauftrag eine Abmahnung (Cease & Desist Letter) an den Domain Registranten. Diese kann im nächsten Schritt an den Internet Service Provider, den Hostinganbieter oder den Domain Registrar eskaliert werden. Letzterer ist dazu verpflichtet, bei Anzeige einer Markenrechtsverletzung entsprechende Schritte einzuleiten.

Eine meist sehr schnelle, für den Verkäufer schmerzliche Maßnahme, ist die Kontaktaufnahme zu dessen Payment Service Provider, um Zahlungsströme zum Erliegen zu bringen.

Im Bereich von Domains können auch rechtliche Schritte eingeleitet werden, z.B. ein UDRP-Verfahren (Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy), das die Übertragung der Domain an den Markeninhaber zur Folge hätte. Weitere Möglichkeiten sind z.B. das Uniform Rapid Suspension System (URS) sowie die Dispute-Verfahren der Länderendungen (ccTLD´s), wie sie z.B. die DENIC, in Deutschland, anbietet.

Im Vorgehen gegen Produktpiraterie auf Webseiten und Onlineshops profitiert EBRAND Services von seinen guten Beziehungen zu anderen Registraren, der Akkreditierung bei vielen Registries sowie der Mitgliedschaft in verschiedenen Intellectual Property Verbänden.

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