Produktpiraterie in sozialen Netzwerken

Welche Gefahren für Markenhersteller auf Facebook, WeChat & Co lauern

In sozialen Netzwerken und auf Messaging-Plattformen wie Facebook, WhatsApp oder WeChat finden deutlich mehr Interaktion und User-Engagement statt als auf bekannten Websites und großen Online-Marktplätzen. Kein Wunder, dass die hohe Reichweite dieser Social Media Plattformen auch jede Menge Produktpiraten anlockt. Diese Betrüger nutzen die Kanäle, um auf ihre Produkte, Webshops und Angebote aufmerksam zu machen.

Für die Markenhersteller bringt diese Tatsache hohe Risiken mit sich, da missbräuchliche Social Media Aktivitäten zu eklatanten Umsatzverlusten führen können. Und nicht nur das. Auch Phishing (Klau von persönlichen Daten) wird über Social Media Kanäle betrieben und hat zum Teil enorme Reputationsverluste zur Folge.

Mit zunehmender Nutzeranzahl steigt die Gefahr für Produktpiraterie

Je mehr Nutzer sich auf einer Social Media Plattform tummeln, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch Betrüger in dem Netzwerk aktiv sind.

Ranking der größten sozialen Netzwerke und Messenger

Nach der Anzahl der monatlich aktiven Nutzer (MAU) in Millionen
Stand Januar 2018

Aktiven Nutzer

WeChat (Betreiber Tencent, China)

Der ehemalige Chat-Dienst für Smartphones wurde bis heute um zahlreiche Funktionen erweitert, darunter das Mobile-Payment-System WeChat Pay. Auch im stationären Handel wird WeChat zur Bezahlung verwendet. In China, dem Land mit dem größten Aufkommen an Produktpiraterie, nutzen mehr als 80% aller Smartphone-Nutzer die beliebte App von Tencent. Die Gefahren, die auf WeChat lauern, sind demnach als besonders hoch einzustufen.

Cybersquatting – wenn der Social Media Account „fremdbesetzt“ ist

Neben der Social Media Produktpiraterie, also dem Bewerben oder Anbieten gefälschter Ware über Facebook & Co., bringen die sozialen Netze noch weitere Probleme für internationale Markenhersteller mit sich. Bei Betrügern beliebt, ist auch das sog. Cybersquatting. Es beschreibt das Registrieren von Begriffen als Internet-Domainnamen oder Social Media Account-Namen, die dem Registrierenden eigentlich nicht zustehen. Sie sichern diese Namen missbräuchlich, um den Traffic des Markenherstellers abzugreifen und für ihre betrügerischen Zwecke zu nutzen.

Beim Aufbau einer internationalen Marke ist es zielführend, die richtigen Profil- und Usernamen im Social Media zu nutzen und damit von enormen Branding-Effekten zu profitieren. Auch wenn diese Profile zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht aktiv genutzt werden sollen, macht es Sinn, sie bereits heute zu registrieren. So werden Cybersquatter auch im Social Media Bereich von vornherein ausgebremst. Die Rückgewinnung von missbräuchlich genutzten Account-Namen ist in der Regel sehr schwierig und mit viel Aufwand verbunden.

Die Hotelkette „Hilton“ wurde z.B. Opfer eines Cybersquatters. Als sie einen Twitteraccount für ihr Hotel in San Diego eröffnen wollte, waren die Namen @HiltonSanDiego und @SanDiegoHilton bereits belegt. Hätte sich Hilton infolgedessen z.B. für @HiltonSanDiegoCA entschieden, würden die Nutzer bei der eigentlichen Marke schnell einen Fake-Account vermuten – und der eigentliche Fake-Account mit dem „richtigen“ Namen hätte Erfolg und könnte sensible Daten abgreifen.

Mehr Infos zu Typo- und Cybersquatting finden Sie in unserem Blogartikel.

Phishing – Datenklau über Social Media Accounts

Gewinnspiele auf Facebook sind bei Betrügern schon seit Jahren ein beliebtes Mittel, um illegal Nutzerdaten abzugreifen. Mit real erscheinenden Profilen und Accounts auf sozialen Netzwerken locken die Phisher unbedarfte Nutzer auf sog. Phishing-Websites und greifen dort sensible Daten wie Passwörter, Kreditkarteninformationen oder Sozialversicherungsnummern ab und begehen damit Identitätsdiebstahl.

Produktpiraterie erkennen und dagegen vorgehen

EBRAND Services kämpft gemeinsam mit Markenherstellern gegen die oben beschriebenen, betrügerischen Aktionen im Social Media Bereich. Mit einer leistungsstarken Software überwachen wir Profile, Posts, Content und Bildmaterial der Nutzer auf verschiedensten Kanälen – weltweit und rund um die Uhr. Auf diese Weise können missbräuchliche Inhalte, Anzeigen oder Profile aufgespürt und bereinigt werden, bevor sie eine kritische Reichweite erreichen und unkontrollierbare Risiken für Markenhersteller entstehen.

Sind Verkäufer auf verschiedenen Plattformen aktiv, verbindet unsere Technologie die einzelnen „Brotkrumen“ wie Kontaktdaten, Verkäufer- und Profilnamen oder Webseiten miteinander. Ziel dabei ist es, nicht nur einzelne Listungen zu löschen, sondern die gesamte Online-Vertriebsaktivität eines betrügerischen Verkäufers einzustellen.

Auf der EBRANDS Produktpiraterie-Plattform können Markenhersteller alle Social Media Posts, Tweets und Profile zu ihrer Marke einsehen und diese nach einer Vielzahl an Faktoren sortieren – z.B. nach den Verkäufern mit den meisten Angeboten oder dem größten Volumen. Die Löschung einer missbräuchlichen Listung durch die Experten von EBRAND Services kann mit nur einem Klick veranlasst werden.