E-Commerce China: 1 Billion Dollar Gesamtvolumen erwartet

Von 6. März 2018Produktpiraterie

Chinas Wirtschaft und Wohlstand boomen. Mit einer jährlichen Wachstumsrate von 26 bis 33 % in den letzten 3 Jahren, wächst auch der chinesische E-Commerce-Markt rasant. Dieses Jahr soll erstmals ein E-Commerce-Gesamtvolumen von 1 Billion US-Dollar erreicht oder gar überschritten werden. Für deutsche Unternehmen bedeuten diese Zahlen Chancen und Risiken zugleich.

Attraktiver Markt für Mode und Luxusartikel

Mit 40 % Marktanteil am globalen E-Commerce-Markt ist China im Onlinehandel klare Nummer 1. Dem China Payments & E-Commerce Report der PPRO Group zufolge wird ein bedeutender Teil in der Modebranche umgesetzt. Rund 100 Milliarden US Doller geben Onlineshopper aus dem bevölkerungsstärksten Land der Welt für Bekleidung aus. Spezielle Luxusartikel stehen ebenfalls hoch im Kurs der Chinesen. Für deutsche Onlineshops aus der Mode- oder Luxusartikelbranche lohnt es sich demnach zu prüfen, ob der chinesische Markt Potenzial für lukrative Crossborder-Geschäfte bietet. Gute Absatzchancen bestehen auch für Gebrauchtartikel sowie für hochwertige Haushaltsartikel, Lebensmittel und Gesundheitsartikel.

Die richtige Bezahlart entscheidet über den Erfolg

Wer sich für Crossborder-Geschäfte in China entscheidet, muss nicht nur auf eine adäquate Ansprache der chinesischen Bevölkerung achten, sondern auch die richtigen Bezahlarten anbieten. Von den insgesamt 208 Millionen US-Dollar, die Chinesen pro Jahr über Kreditkarten online shoppen, werden 96 % der Käufe über lokale Kreditkarten bezahlt. Sehr beliebt ist bei den Chinesen WeChat Pay, das stolze 900 Millionen Nutzer zählt. Häufig eingesetzt werden auch Alipay oder Tenpay. In Deutschland übliche Kreditkarten werden von Chinesen hingegen nicht genutzt.

Hohe Investitionen in M-Commerce

Einkäufe via Smartphone machen im chinesischen E-Commerce-Markt heute schon einen sehr großen Anteil der Internetnutzer aus. In den kommenden Jahren wird diese Zahl deutlich ansteigen. Laut Statista soll sich der Anteil der E-Commerce Umsätze, die über mobile Endgeräte generiert wurden, 2018 auf 74 Prozent belaufen.

Der Grund dafür ist der Ausbau von 5G-Netzen, den China derzeit aktiv vorantreibt – mit einer Investitionssumme, gemäß marketing Börse, von satten 400 Milliarden US-Dollar. Das Wachstum des E-Commerce-Marktes und im Besonderen des M-Commerce-Marktes wird zunehmend von der ländlichen Bevölkerung getragen. In urbanen Gebieten ist E-Commerce hingegen eine echte Jobmaschine. Rund 28 Millionen Chinesen sind in der Branche derzeit beschäftigt.

Immer mehr Produktfälschungen aus China

Das rasante Wachstum des chinesischen E-Commerce-Marktes hat leider auch seine Schattenseiten. Jährlich werden mehr Fälle von Produkt- und Markenpiraterie aus China gezählt. Die fälschenden Unternehmen gehen hierbei besonders dreist vor. Markenprodukte werden optisch 1 zu 1 nachgemacht, Werbevideos und Musik werden geklaut und ganze Internetseiten und Onlineshops gefaked. Die Gefahren der billig verarbeiteten, teils gesundheitsschädlichen oder gefährlichen Produkte sind für Verbraucher und Markenhersteller immens. Experten sprechen von 30 bis 50 Milliarden Euro Schaden pro Jahr für die deutsche Wirtschaft aufgrund fehlenden Umsatzes und dem damit verbundenen Verlust von Arbeitsplätzen. Die Imageschäden für die Unternehmen sind ebenfalls enorm, lassen sich aber kaum in Zahlen ausdrücken.

EBRAND unterstützt Sie im Kampf gegen chinesische Betrüger

Mit dem Wachstum des chinesischen E-Commerce-Marktes steigt auch das Risiko von Produktpiraterie. Die Experten von EBRAND haben sich auf die Bekämpfung von Produktfälschungen aus China spezialisiert und können Ihnen helfen, Ihre Marke im World Wide Web vor Betrügern zu schützen. Mehr über unsere Leistungen zum Auffinden und nachhaltigen Beseitigen gefälschter Ware erfahren Sie hier.

Lutz Berneke
Group CEO bei EBRAND Services S.A.
Lutz Berneke ist Group CEO der EBRAND Services Unternehmensgruppe, mit Hauptsitz in Luxemburg.